Wahlprogramm 2010

Wahlprogramm

7. Mehr Demokratie wagen!

Neben Studenten arbeiten an der Universität eine Vielzahl anderer Gruppen. Professoren, Assistenten, HiWis, Verwaltungsangestellte, Hausmeister und, und, und… . Eine Vielzahl unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen treffen aufeinander und ebenso treten unterschiedliche Positionen, Meinungen und Interessen in ständige Konkurrenz zueinander.
Den Diskussionsrahmen für die unterschiedlichen Seiten bilden die Gremien der Uni-Verwaltung.
Der Senat – das oberste Entscheidungsgremium der Universität – trifft die Leitentscheidungen für die Uni.
Desweiteren vertreten für Euch Fachschaften und Fakultätsräte die Angelegenheiten Eurer einzelnen Fachbereiche.
Zu guter Letzt arbeiten im studentischen Konvent und Sprecherund Sprecherinnenrat Eure studentischen Vertreter an der Gestaltung des studentischen Lebens in Würzburg und an der Uni.
Das heißt, wir können mitreden. Unserer Meinung nach jedoch längst nicht genug. Neben der herausgehobenen Stellung der Professoren muss verstärkt auch die Anzahl der Studenten ins Gewicht fallen. Wir haben mehr Mitbestimmung verdient.
Zur Zeit wird die Studentenschaft im Senat von lediglich einem studentischen Vertreter unter 10 Gremiumsmitgliedern vertreten. Der Schaffung einer für uns Studenten sehr kostenträchtigen verfassten Studentenschaft bedarf es dazu nicht. Und das trotz so manch unmittelbarer Auswirkungen, die die Beschlüsse des Senats mitunter für die Studenten haben. Fakt ist: Das aktuelle System ist alles andere als fair.
Erfahrungen, Meinungen, Wünsche und Probleme der Studenten müssen verstärkt Anklang finden. Schließlich hat eine Universität zuerst für ihre Studenten da zu sein.
Auch an der Uni muss Demokratie lebbar und erlebbar sein.
Wahre Demokratie ließe sich schaffen, indem jeder, der lernt oder lehrt, dieselben Mitspracherechte hat.
Daher fordern wir die Besetzung von Senat und Fakultätsgremien zu je einem Drittel mit Studenten, studentischem Mittelbau und Professoren sowie die Ausweitung der Mitwirkungskompetenzen des studentischen Konvents, dem Studentenparlament.
Die Hauptarbeitslast der Professoren muss dennoch auch in Zukunft in der Gestalt ins Gewicht fallen, als dass ein Beschluss im Senat nicht gegen einstimmig abgegebene Professorenstimmen gefasst werden kann. So wird die Verfassungsmäßigkeit gewahrt.
Des Weiteren muss die strenge Geheimhaltung in Gremien an der Universität ein Ende haben. Das ist zum einen unnötig, zum anderen undemokratisch. Mehr Transparenz und Öffentlichkeit muss her. Wie sollen wir Studenten mitreden können, wenn wir nicht einmal zuhören dürfen?
Wir fordern daher grundsätzlich die Öffentlichkeit aller universitären Gremiensitzungen. Sitzungsprotokolle sind stets im Internet zu veröffentlichen.

Mit diesem Wege wäre mehr Demokratie gewagt und mehr Gerechtigkeit geschaffen. Der Schaffung einer, für uns Studenten sehr kostenträchtigen verfassten Studentenschaft bedarf es dazu nicht.

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