Wahlprogramm 2010
Wahlprogramm
4. Abschaffung der Studienbeiträge in der aktuellen Konzeption
Es ist wohl das Thema, das Studenten am stärksten umtreibt und unter Freunden gern heiß diskutiert wird.
Unumstritten ist dabei, dass die 500 Euro Studienbeitrag, die in Würzburg zu entrichten sind, nun mal 500 Euro sind und dies somit für Studenten eine finanzielle Zusatzlast pro Semester ist, die es erst einmal zu schultern gilt.
Deswegen fordern wir die Abschaffung der Studienbeiträge in ihrer aktuellen Konzeption.
Da Eure Studienbeiträge jedoch nicht per se nur schlecht sind, sondern auch Vorteile, wie ein umfangreicheres Vorlesungsverzeichnis oder vermehrte und berufsvorbereitende Angebote ermöglichen, liegt es uns am Herzen, vor allem auch darauf aufmerksam zu machen, dass Euer Beitrag zum Studium Euch auch etwas nützt.
Dennoch geht die finanzielle Zusatzlast während des Studiums zumeist auch auf Kosten des Studiums. Ein finanziell stark belasteter Student ist kein freier Student.
Daher ist unsere Forderung, in Anlehnung an das BAföG-System, die Einführung eines Modells nachgelagerter Studiengebühren.
Die Studenten blieben ohne finanzielle Zusatzlast während des Studiums und müssten auch nicht um die liebgewonnene Qualität ihrer Ausbildung fürchten.
Nachfinanzierung hat sich schon beim BAföG ausgezahlt. Unsere Ausbildung liegt uns allen am Herzen. Erst mit Eintritt ins Berufsleben und einem festen wirtschaftlichen Standbein sollte es Studenten zugemutet werden, ihre Studienbeiträge zu leisten. Die finanzielle Zusatzlast wäre fair verteilt und die tatsächliche Ausbildungszeit hätte darunter nicht zu leiden.
Zugleich wäre auch die zweifellos vorhandene, abschreckende Wirkung von Studienbeiträge für Studienanfänger gemildert.
Die LHG steht einer Senkung der Studiengebühren an der Universität Würzburg – bis zu 200 Euro sind möglich – grundsätzlich positiv gegenüber und wird sich dafür einsetzen.
Allerdings ist uns die durch Studiengebühren gestiegene Qualität der Lehre wichtig. Deswegen werden wir eine Senkung nur mittragen, wenn es durch sie zu keinen qualitativen Einbußen kommt!
Natürlich ist es auch in unseren Augen prinzipiell nicht der beste Weg, Studenten überhaupt finanziell zu belasten. Da Studienbeiträge nicht für alle Zeit festgelegt sind, fordern wir, dass bei besserer Staatshaushaltslage Studienbeiträge – zumindest für ein Erststudium – abgeschafft werden sollten.
Um unser Ideal echter Chancengerechtigkeit zu erreichen, muss jeder unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten seiner Eltern studieren können.


