Wahlprogramm 2010

Wahlprogramm

3. Ausweitung des Semestertickets und dessen Optionen

Den Studenten in Würzburg wird ein Semesterticket geboten, das im Vergleich zu anderen Hochschulstandorten unzureichend ist.
Das Semesterticket erstreckt sich allein auf Linien des VVM in Stadt und Landkreis Würzburg sowie im Landkreis Kitzingen.
Das ist angesichts der Bedürfnisse der Studenten unbefriedigend.
Viele Studenten kommen tagtäglich von außerhalb Würzburgs in die Stadt und sind auf eine gute Verkehrsanbindung angewiesen.
Auch die Option eines Anschluss-Semestertickets des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) bietet da in zweierlei Hinsicht keine zufriedenstellende Lösung. Zum einen deckt das Anschlussgebiet des VRN bei Weitem nicht das tatsächliche Einzugsgebiet der Würzburger Studenten. Zum anderen sind die Kosten dieses Anschluss-Semestertickets (157 € im SS 2010) für Studenten kaum zu schultern und daher vollkommen inakzeptabel.
Nordrhein-Westfalen etwa zeigt, was möglich ist. Für einen Aufpreis in Höhe von 37,10 € pro Semester wird dort ein Semesterticket auf das Verkehrgebiet eines ganzen Bundeslandes erweitert.

Wir sind der Ansicht, dass sich ein Semesterticket, das durch solidarische Beteiligung aller Studenten finanziert wird, auch solidarisch an den Bedürfnissen aller Studenten orientieren muss.
Daher ist das Semesterticket für Würzburg grundlegend zu erweitern.
Desweiteren fordern wir ein System fakultativer, d.h. zubuchbarer Semestertickets zu angemessenen Preisen.
Im Sinne des Hochschulstandortes Würzburg ist mittelfristig dafür zu sorgen, dass Würzburg im Herzen der Zentren Frankfurt, Stuttgart und Nürnberg durch das Semesterticket für Studenten an jene Metropolregionen angeschlossen wird.
Langfristig fordern wir darüber hinaus die Option eines Erweiterungstickets für das gesamte Bundesland Bayern.
Eine gute Verkehrsanbindung macht eine Universität attraktiv – nicht nur regional, sondern auch in der Kommune. Die Straßenbahnprojekte zum Hubland und zur Uniklinik in Grombühl begrüßen wir daher. Auch die höhere Taktung der Buslinien zum Hubland ist ein Fortschritt, aber noch nicht ausreichend.
Insbesondere außerhalb der Stoßzeiten müssen die Uni-Komplexe jenseits der Innenstadt besser angebunden werden.

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