Wahlprogramm 2009

Wahlprogramm

2 Grundsätzliches

Wir haben feste Grundsätze, an denen Ihr unsere Politik messen könnt. Was immer wir machen oder fordern, folgende Kriterien werden wir an uns anlegen:

2.1 Recht auf Bildung

Wir glauben, dass es ein Recht auf Bildung gibt. Wieso? Bildung ist die einzige Möglichkeit effektiv soziale Mobilität zu gewährleisten. Nur wenn jeder nach seinen Möglichkeiten gefordert und gefördert wird, kommt für alle das Beste raus. Deswegen muss der Zugang zu Hochschulen und Universitäten offen stehen, als Zentrum von Fortschritt, Innovation und Diskussion. Hohe Bildungsstandarts sind für eine Land wie Deutschland, das fast keine natürlichen Ressourcen hat, wichtig. Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft! Deswegen darf man die Bildungspolitik nicht schleifen lassen. Im Gegenteil: jeder Mensch, dem nicht die Gelegenheit gegeben wird, sich nach seinen Möglichkeiten zu entfalten, ist ein Verlust für Bayern. Wenn Bayern nicht nur heute, sondern auch noch morgen international eine Rolle spielen will, muss es dafür Sorge tragen, dass hier die besten Köpfe lehren und lernen.

2.2 Hochschule und ihre Umwelt

Auch für den Wirtschaftsstandort Bayern ist eine gute Bildungslandschaft wichtig. Die Vernetzung von Unternehmen und Hochschulen ist essentiell, um eine praxisnahe und berufsorientierte Ausbildung zu gewährleisten. Das sichert Jobchancen für fertige Studenten und steigert die Qualität von Vorlesungen und sonstigen Lehrveranstaltungen durch echtes Know-How. Es macht Lernen und Lehren spannender und sorgt auch dafür, dass Studenten nach dem Studium vom ersten Tag an voll in ihren Arbeitsplatz integriert werden können. Aber nicht nur die Wirtschaft hat viel zu bieten für eine berufs- und praxisorientierte Ausbildung. Auch die Koordination mit der Stadt muss wieder verbessert werden, um die Würzburger Uni wirklich in Würzburg zu integrieren. Dazu kommt, dass heutzutage Fremdsprachen und globale kulturelle Kompetenzen eine sehr große Rolle spielen. Das Angebot an Internationalisierung lohnt sich auszubauen.

2.3 Hochschulautonomie

An jedem Ort, in jedem Bundesland haben Universitäten andere Bedingungen und Möglichkeiten, andere Aufgaben und Chancen. Deswegen glauben wir, dass es am besten ist, wenn die Unis selber entscheiden, welche Fächer sie anbieten wollen, welche Zusatzqualifikationen und welche Curricula am meisten Studenten zu ihnen locken werden.

So entsteht ein qualitätsfördernder Wettbewerb zwischen den Hochschulen. Das nennen wir Hochschulautonomie. Personell, finanziell und organisatorisch sollten Universitäten auf eigenen Beinen stehen, damit Dozenten und Studenten gemeinsam entscheiden können, wer z.B. berufen werden soll, wie man das zur Verfügung stehende Geld am besten ausgibt und wie das Studium ablaufen soll. Denn was für eine Uni oder einen Studenten gut ist, muss nicht automatisch für alle gut sein. Alles gleich zu machen, bedeutet meistens, alles gleich schlecht zu machen!

2.4 Heute schon an morgen denken

Bei allem was wir tun, müssen wir daran denken, das nach uns andere kommen werden. Das gilt auch für die Hochschulpolitik. Nachhaltigkeit ist nicht ohne Grund ein Modewort. Auch in der Hochschulpolitik gilt es, an das Klima zu denken. Es bedeutet aber noch mehr. Indem der Freistaat Bayern heute in seine Studenten investiert, sichert er auch Arbeitsplätze von morgen. Auch deswegen setzen wir uns für bessere Studienbedingungen und Demokratie an Hochschulen ein.

Bei allem was wir tun haben wir uns zum Ziel gesetzt, uns an diesen vier Grundsätzen zu orientieren. Du sollst uns daran messen können, ob wir uns daran halten. Denn Ehrlichkeit gehört natürlich auch zur Hochschulpolitik dazu!

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